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Wer

Wer sind wir?

Der Antrieb für diese Internetseite ist unsere persönliche Betroffenheit darüber,

  • dass die Familienarbeit sich enorm schädlich auf die Altersversorgung auswirkt,

  • dass die Kinderbetreuungszeit für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, geringer sind,

  • dass diese Ungleichbehandlung dem Grundgesetz widerspricht,

  • dass das Bundesverfassungsgericht schon bis 2004 eine Verbesserung gefordert hatte, die bis heute nicht durchgeführt wurde,

  • dass es unter den Volksvertretern keine Lobby für Familien und speziell Mütter gibt,
  • dass wir das nicht weiterhin untätig hinnehmen, sondern aktiv aufbegehren wollen.

Wir sind eine unabhängige Gruppe Betroffener, die diese Ungleichbehandlung und Hintansetzung nicht länger hinnehmen will. Wir wollen die gerade beginnende Diskussion darüber fördern und zu einer Gesetzesänderung führen. Wir tun dies aus eigener Kraft und mit eigenen beschränkten Möglichkeiten, ohne Anbindung an eine Organisation und unparteiisch. Jede Unterstützung stärkt dieses Anliegen und hilft.

Aktionsgruppe „Mütter für Rentengerechtigkeit“

Unsere Meinung:

Ulrike Adler, Garmisch-Partenkirchen, GA 13.12.12:

„Als wir Mütter wurden, gab es keine Elternzeit, keine Kinderbetreuung, keine Ganztagsschulen: Wir haben lange dafür gekämpft, dass es sie heute gibt. Wir haben unseren Beruf gekündigt für viele Jahre Kindererziehung, dafür erhalten wir ein Jahr Rentenanrechnung pro Kind - ein viel zu geringer finanzieller Ausgleich und eine Benachteiligung gegenüber den drei Jahren Rentenanerkennungszeiten für jüngere Kinder (ab 1992 geboren). Nicht zuletzt kommt dadurch die Altersarmut bei Frauen. Doch der Bundesfinanzminister findet kein Geld zur Schließung der Gerechtigkeitslücke. Mütter und Rentnerinnen: Die nächste Bundestagswahl gibt die Möglichkeit, die Parteien auch nach ihrer Unterstützung zur Angleichung der Mütterrenten zu beurteilen. Nutzt dies!"

Ulrike Kahlert, Bonn:

„Eigentlich bin ich seit 2013 Rentnerin. Aber ich habe meinem Rentenbescheid widersprochen, wegen der ungleichen ungerechten Benachteiligung. Das widerspricht dem Grundgesetz!“

Dr. Rita Fazli, Swisttal GA 20.12.12:

"Vor einigen Tagen wurde der Ausdruck "Rettungsroutine" zum Wort des Jahres 2012 gekürt. Wenn jemand Rettungsroutine hat, dann sind es Mütter. Sie verbringen ihre Zeit damit, ihre Kinder einigermaßen sicher durchs Leben zu führen und stellen dann im Alter fest, dass ihre Rente unter dem Existenzminimum liegt.

Arme Mütter! Niemand rettet sie. Sie werden sich wohl wie einst Münchhausen an den eigenen (grauen) Haaren aus dem Sumpf ziehen müssen.“

Brigitte Neuß, Swisttal, GA 14.12.12:

Für so viele Dinge wird Geld bereitgestellt; unter anderem für die Rettung Griechenlands, für die europäische Zentralbank und die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Im nächsten Jahr ist Bundestagswahl, und ich hoffe, dass sich viele Frauen meiner Generation in der Wahlkabine an diese Sätze erinnern werden. Ich habe übrigens drei Kinder, die heute ihre Beiträge zur Rentenversicherung leisten, war insgesamt 15 Jahre zu Hause und wurde auch noch als kinderreich belächelt.

 

Weitere Meinungen:

Mariebelle Heuser, Bornheim:

„Ich wurde zu Beginn der achtziger Jahre geboren und dachte bisher, das Thema Rente ist für mich noch weit weg und die derzeitige Diskussion um Rentengerechtigkeit berührt mich nicht. Doch nun bin ich sehr betroffen zu erfahren, dass meine eigene Erziehung und die meiner Geschwister nicht genauso bewertet wird, wie die Erziehung meines Kindes für meine Rente. Und mehr noch, durch die geringere Rente meiner Mutter kann sogar ich als Tochter zur Unterstützung verpflichtet werden, bzw. mit dieser kleinen Rente kann es sein, dass meine Mutter Ihre eigenen Eltern unterstützen müsste. Wo bleibt die so oft gepriesene Gleichheit vor dem Gesetz???“

Monika Stollenwerk:

Hallo, ich habe heute in der Zeitung über ihre Aktion gelesen und finde das sehr gut. Ich bin seit Sept.2012 in Altersrente für schwerbehinderte  Menschen. Ich habe von 1977 bis 1983 vier Kinder bekommen und meine Karriere dafür 15 Jahre unterbrochen. Nach einer gescheiterten Ehe 1992 habe ich die Kinder  alleine groß gezogen, die alle 4 eine Universitätsausbildung absolviert  haben. Meine Rente ist so gering, dass ich trotz Schwerbehinderung ca. 400,-€ dazuverdienen muss, um einigermaßen leben zu können. Wenn ich  pflegebedürftig werden würde, werden meine Kinder für mich aufkommen  müssen, da die Rente nicht reicht. Ich bekomme für 4 Kinder nur ca. 75,-€, da das erste Kind vor meinem 25. Lebensjahr geboren ist. Ich  weiß bis heute nicht, ob das so stimmt. Kann ich gegen den Rentenbescheid noch  Einspruch einlegen und mit welcher Begründung? Ich würde mich gerne an  ihren Aktionen beteiligen.

Welf Dickfeld, Bonn:

Ausgerechnet die heute " älteren Mütter" , die in Jahren nach dem Krieg bis 1991 Kinder  ( also eigentlich uns alle ! )  geboren und großgezogen haben, werden rentenmäßig benachteiligt.  Für diese politisch begründete Praxis muss man sich wirklich schämen und auch für das "Totschlag-Argument", dafür sei kein Geld da. 

Gerda Lischke, Berlin:

Bei der Kampagne der Mütter für Rentengerechtigkeit haben Sie übersehen, dass die Ungerechtigkeit noch größer ist. Mütter vor 1992 bekommen jeden Euro Rente, die sie in dem entsprechenden Jahr selber gezahlt haben, von dem einen Rentenpunkt abgezogen. Alle Mütter, die in dem Jahr der Geburt von Kindern vor 1992 ebenfalls erwerbstätig waren, bekommen also in jedem Fall weniger als ein Rentenpunkt.

Toni Lankes, Bonn:

Hallo liebe Kämpferinnen,
ich war Ende der 1980er Jahre einer der ersten Männer, die in den Erziehungsurlaub gingen. Ende 1991 war ich gezwungen, wegen fehlender Kindergartenplätze meinen Beruf aufzugeben. Ich war dann bis vor etwa 13 Jahren reiner Hausmann.
Unser erstes Kind wurde 1989 geboren. Da ich bei uns die Erziehungszeiten übernommen habe, kenne ich die Benachteiligung sehr gut. Auch wenn ich seit Oktober 2011 aus Gründen von Arbeitslosigkeit Frührente beziehe, und es deshalb für mich wahrscheinlich zu spät ist, so möchte ich doch die kämpferischen Frauen in diesem Anliegen mit unterstützen.


Sigrid Schwenk, Stipshausen:

Die nur gerechte Gleichstellung wurde in den Medien als „volkswirtschaftlicher Wahnsinn“ betitelt und als Mutter von 6 Kindern, welche gerade unsere Rentenkassen füllen, finde ich es eher Wahnsinn mit welch geringer Rente ich und viele andere Mütter leben müssen.

Vor 20 Jahren und mehr haben wir Mütter auch oft neben Kind(ern) und Haushalt gearbeitet, nur meistens ohne dass davon Geld in die Rentenkasse floss. Auch gab es noch keine Unterstützung durch Kitas oder Ganztagsschulen. In meinem Fall habe ich 6 Kinder großgezogen, Heimarbeit gemacht und 15 Jahre lang Zeitung ausgetragen. In den Jahren danach hatte ich ordentlich bezahlte Arbeit, wovon auch Geld in die Rentenkasse eingezahlt wurde, nur ist dies leider nicht genug um im Alter davon leben zu können. So beträgt meine Rente mit 6 Kindern von einem geschiedenen Mann 652,58€.

Was wäre, wenn ich nicht so viele Kinder bekommen hätte und andere Frauen auch nicht? Wie viel untragbarer wäre das im Vergleich zu den 13 Milliarden, die für die Gleichstellung ausgegeben werden würden? Und was wäre, wenn unsere Kinder streiken würden?
Laut Statistik kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr ca. 116.913,77€. Wenn ich das mal 6 rechne und dazu Vollzeit gearbeitet hätte, müsste ich mir jetzt keine Sorgen um den Alltag machen, aber der Staat wäre auch um 6
aktive Steuerzahler (meine Kinder) und 9 zukünftige (meine Enkelkinder) ärmer. Wenn der Nachwuchs künftig diese Rechnungen macht, dann ist der Staat nicht nur ärmer sondern arm dran.

Mir und vielen Frauen würden die 3 Jahre Kindererziehungszeit helfen, um uns vor dem Existenzminimum im Alter zu retten. Denn ich würde lieber für die Erziehung 6 steuerzahlender Bürger ‚belohnt‘ werden, als eventuell irgendwann vom Staat unterstützt werden zu müssen. In meinem Beispiel würde sich meine monatliche Rente um 336€ erhöhen. Das würde mir im Alltag helfen.

Wer hier für Gerechtigkeit sorgen kann und Kinder kriegen als Anerkennung und nicht als Nachteil sieht, der wäre es wert gewählt zu werden!

 



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